Yunus Malli sieht’s ganz locker

Jörg Schneider. Mainz.
Falls Yunus Malli enttäuscht sein sollte über den durch die verweigerte Freigabe des FSV Mainz 05 geplatzten Wechsel zu Borussia Dortmund, so lässt sich der 23-Jährige dies nicht anmerken. „Ich sehe das ganz locker“, sagte Malli nach dem Training am Mittwochnachmittag. „Wir haben das von Anfang an so gesehen, dass es nur geht, wenn alle drei Seiten es wollen und es bei allen drei Seiten passt.“

Yunus Malli zeigt keine Enttäuschung über den geplatzten Transfer nach Dortmund. Foto: Jörg SchneiderYunus Malli hat sich nach dem Training am Mittwochnachmittag zu seiner Situation geäußert. Der FSV Mainz 05 hatte dem Top-Torschützten des Bundesligisten bekanntlich die Freigabe für einen sofortigen Wechsel zu Borussia Dortmund verweigert. Der Klub stellte seine sportlichen Ambitionen vor die wirtschaftlichen Möglichkeiten. Der BVB soll 13 Millionen Euro für den türkischen Nationalspieler geboten haben, in dessen Vertrag es eine Ausstiegsklausel für den Sommer gibt, die bei rund 9,5 Millionen Euro liegt.

„Ich sehe das ganz locker“, sagte Malli, der keinerlei Anzeichen von eventueller Enttäuschung über den geplatzten Transfer zeigte. „Wir haben das von Anfang an so gesehen, dass es nur geht, wenn alle drei Seiten es wollen und es bei allen drei Seiten passt.“ Bei den 05ern hat es nicht gepasst. Malli wird in jedem Fall die Rückrunde hier zu Ende spielen. Ob dann nach der Saison ein Transfer zum Klub von Ex-05-Trainer Thomas Tuchel im Raum steht, weiß der Profi selbst nicht. „Eine Zusage an Dortmund gibt es nicht. Man wird sehen, was die nächsten Monate bringen.“

Malli bestätigte, dass nicht nur der Tabellenzweite der Bundesliga an ihm interessiert war, sondern dass auch englische Vereine ihr Interesse bekundeten. Dieses Interesse könnte bestehen bleiben. „Es kann schon sein, dass weitere Anfragen kommen, da bekannt geworden ist, dass ich eine Ausstiegsklausel habe, aber darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Wir haben Januar, da kann noch so viel passieren“, sagte der 23-Jährige.

Für ihn sei wichtig, sich auf sein Spiel, seine Arbeit bei Mainz 05 zu konzentrieren und seine Vorrunden-Leistung zu bestätigen. „Damit habe ich sicher genug zu tun“, betonte der 05-Profi. Zunächst gehe es darum, am Freitag gegen Mönchengladbach die Punkte zu holen. Er wolle mit seiner Leistung dazu beitragen, die Ziele mit der Mannschaft zu erreichen. Natürlich geht es für Malli in den kommenden Monaten auch um die Europameisterschaft in Frankreich. Der Nationalspieler ist mit der Türkei qualifiziert und muss sich durch gute Vorstellungen in der Bundesliga beim Nationaltrainer aufdrängen. Die Möglichkeit dafür ist als Stammspieler in Mainz sicherlich größer denn als Neuling in Dortmund. „Ist doch logisch, dass man spielen sollte, um bei einer EM eine Rolle spielen zu können“, sagte der Zehner. Im März folgt die nächste National-Mannschafts-Abstellung. „Auch da muss ich zeigen, dass ich eine Option bin für die EM.“

Im Training am Mittwoch fehlte Neuzugang Karim Onisiwo. Der österreichische Stürmer, der noch immer auf die Erteilung seine Spielberechtigung wartet, leidet an einer schmerzhaften Prellung am Gelenk des rechten großen Zehs und kann anscheinend derzeit keine Fußballschuhe anziehen. Onisiwo muss einige Tage pausieren. Wie lange? „Bis er schmerzfrei ist“, sagte Trainer Martin Schmidt. Ein Debüt des Stürmers am Freitag im Heimspiel dürfte damit eher unwahrscheinlich sein, selbst wenn die Freigabe bis dahin kommen sollte. Dafür ist der Kader im Moment zu breit aufgestellt. Ins Mannschaftstraining ist auch wieder Niko Bungert nach einer Leistenverletzung eingestiegen. Und auch der zweite Winter-Zugang, Giulio Donati, der aus Leverkusen ein paar Schulterprobleme mitgebracht hat, konnte ohne Einschränkungen mit dem Team trainieren.

Bilder vom italienischen Neuzugang im Training:

► Alle Artikel zum Trainingsbetrieb

► Zur Startseite