Wackelkandidaten: Cordoba, Jairo, Gbamin

Jörg Schneider. Mainz.
Jhon Cordoba, Jairo Samperio und Jean-Philippe Gbamin sind angeschlagen, und hinter dem Einsatz dieses Trios am Samstag im Spiel beim FC Bayern München steht im Moment noch ein dickes Fragezeichen. Das morgige Abschlusstraining soll als Härtetest dienen, um die endgültige Entscheidung über eine Kader-Nominierung zu fällen. Zumindest öffentlich gibt es derzeit auch noch keine Entscheidung darüber, ob erneut Jannik Huth das Tor des FSV Mainz 05 hüten wird, oder ob Jonas Lössl wieder seinen Platz einnimmt. Der Torhüter, der in der Allianz Arena spiele, werde es frühzeitig erfahren, sagte Martin Schmidt am Donnerstag kurz angebunden.

Wackelkandidaten: Hinter dem Einsatz von Jairo und Jhon Cordoba in München steht noch ein Fragezeichen. Und auch Jean-Philippe Gbamin ist angeschlagen. Foto: Ekkie VeyhelmannNicht nur der FC Bayern München hat Verletzungsprobleme vor seinem Heimspiel am Samstag in der Allianz Arena gegen den FSV Mainz 05. Auch Martin Schmidt bangt derzeit um drei Wackelkandidaten im Kader. Hinter dem Einsatz von Jhon Cordoba, Jairo Samperio und Jean-Philippe Gbamin steht zwei Tage vor dem Auftritt beim Rekordmeister noch ein dickes Fragezeichen. Zum Trainingsstart Anfang der Woche hieß es am Bruchweg noch, die Spieler seien aus Gründen vorbeugender Schonung nicht im Training gewesen. „Wir mussten Jhon gegen Hertha auswechseln, weil er ein leichtes Ziehen im Oberschenkel verspürte, Jairo ist im Training umgeknickt und Jean-Pierre hat muskuläre Probleme im Oberschenkel hinten. Er hat halbwegs trainiert und Reha machen können. Wir hoffen, dass er morgen einsteigt. Wir müssen bei allen von Tag zu Tag gucken. Das Abschlusstraining wird für alle drei ein Härtest, den müssen sie bestehen, dann sehen wir weiter“, sagte der 05-Trainer im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag.

Die Entscheidung über einen Einsatz des Trios oder über eine Kader-Nominierung in München falle jedenfalls erst kurzfristig vor der Partie. Das gilt im Übrigen auch für die Entscheidung, wer in diesem Auswärtsspiel am fünftletzten Bundesliga-Spieltag im Tor stehen wird. Auch wenn der 05-Trainer dies bereits beschlossen haben sollte, reden will der 50-Jährige darüber nicht. „Einer von beiden wird zwischen den Pfosten stehen. Mehr sage ich zu diesem Thema nicht“, erklärte Schmidt kurz angebunden. Und fügte dann noch hinzu: „Sie können davon ausgehen, dass der Torhüter, der spielen wird, dies auch früh genug vorher weiß. Es ist aber ganz klar, in Bayern ist man auf einem sehr guten Torwart angewiesen, man ist auf eine top Defensivarbeit angewiesen und die zwei, drei wenigen Chancen, die man kriegt, muss man nutzen, dann kann man vielleicht dort etwas holen. Letztes Jahr haben wir das auf den Punkt hingekriegt, deshalb ist es jetzt wichtig, dass wir uns in allen Mannschaftsteilen darauf einstimmen, an diesem Tag wieder zu glänzen“, so der Trainer, der auch über seine Herangehensweise an die Aufgabe im Vorfeld der Begegnung nicht sprechen will. „Über Taktik werde ich nichts sagen. Wir wissen aber in jedem Fall, dass bei einem Team, das so viel Ballbesitz hat, das so hoch in der Hälfte drin steht, hinten dran viel Grün ist. Dass man da Platz zum Umschalten hat, liegt eigentlich auf der Hand. Wenn wir davon reden, dass wir eine Umschaltmannschaft sind, liegt es auch auf der Hand, wo unsere Chancen liegen können. Das werden wir am Samstag auf das höchste Niveau bringen bei uns und dann werden wir sehen, wie die Bayern dagegen reagieren und was sie für Antworten haben.“ Für den Coach ist klar, bei allem was im Moment über die Bayern gesprochen und geschrieben wird, mit welcher Aufstellung sie nach dem Aus bei Real Madrid und vor dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund antreten und wie die Münchner aktuell drauf sein mögen, der eigene Auftritt seiner Mannschaft entscheidend dafür sein wird, wie diese Partie verlaufen wird.

„Wenn wir wie letztes Jahr mit unserer Leistung über 100 Prozent gehen, können wir anfangen ein wenig zu träumen. Wenn wir es nicht schaffen über diese Grenzen zu gehen, brauchen wir uns nichts erhoffen. Das kitzeln wir aus dem Team raus, dass wir dort über 100 gehen. Das wird unser Anspruch sein für Samstag“, erklärte der 05-Trainer. In der vergangenen Saison hatten die Mainzer bekanntlich durch die Treffer von Jairo und Jhon Cordoba einen 2:1-Überraschungserfolg gelandet. Rund 4500 Mainzer Anhänger begleiten das Team in die Allianz Arena. Bei einer Niederlage droht erstmals seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2009 der Rückfall auf den Relegationsplatz. Die Konkurrenz hat allerdings ebenfalls nicht gerade leichte Aufgaben vor der Brust: Der FC Augsburg spielt parallel in Frankfurt, die Wolfsburger bei Hertha BSC. Der Vorletzte aus Ingolstadt erwartet den SV Werder Bremen.

 

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