Okazaki zu Chelsea – Muto nach Mainz?

Jörg Schneider. Mainz.
José Mourinho interessiert sich offenbar für Shinji Okazaki: Der Berater des Torjägers hat japanischen Journalisten bestätigt, dass der FC Chelsea Interesse angemeldet habe am Stürmer des FSV Mainz 05, der am heutigen Donnerstag seinen 29. Geburtstag feiert. Gleichzeitig behaupten die japanischen Kollegen, dass die 05er ihre Fühler nach Yoshinori Muto, 22-jähriger Linksaußen des FC Tokio, ausgestreckt haben. Der Nationalspieler steht allerdings ebenfalls beim FC Chelsea hoch im Kurs.

Shinji Okazaki (rechts): Interessiert sich der FC Chelsea für den Torjäger?Dass Shinji Okazaki sein nächstes Engagement als Profi gerne in der Premier League starten möchte, ist kein Geheimnis. Und dass einige Klubs in der englischen Eliteklasse den Torjäger des FSV Mainz 05, der am heutigen Donnerstag seinen 29. Geburtstag feiert, gerne holen würden, ist ebenfalls bekannt. Bereits im Winter hat Leicester City mehr als zwölf Millionen Euro für den Japaner geboten. 05-Manager Christian Heidel lehnte jedoch ab, weil er Okazaki im Abstiegskampf für unverzichtbar erklärte. Es gilt jedoch als ausgemacht, dass der Stürmer, dessen Vertrag Ende der nächsten Saison abläuft, im Sommer den Bruchweg Richtung Großbritannien verlässt. Die letzte Möglichkeit für die 05er, eine stattliche Ablösesumme einzustreichen.

Offenbar steht Okazaki nun aktuell auf der Wunschliste von José Mourinho. Okazakis Berater hat japanischen Journalisten bestätigt, dass sich der FC Chelsea, souveräner Tabellenführer der Premier League, für den 05-Stürmer interessiere und Okazaki ein Angebot unterbreitet haben soll. Wenn, dann dürfte Mourinho den Japaner allerdings eher als Back-up für Mittelstürmer Diego Costa und als Ersatz für den in die Jahre gekommenen früheren Superstar Didier Drogba sehen, der inzwischen 37 Jahre alt ist.

Dass Okazaki zu einem Klub wechselt, in dem die Wahrscheinlichkeit groß ist, seine Zeit als Bankspieler zu verbringen, bezweifeln viele, die den 05-Spieler näher kennen. Okazaki hat auch den japanischen Kollegen immer wieder erklärt, er brauche den Stammspielerstatus. Auch in Mainz weiß man, dass Okazaki immer spielen will, selbst mit Blessuren nach strapaziösen Länderspielreisen, und sich immer über Tore definiert.

Spekulationen, dass der Japaner auf der Wunschliste von Borussia Mönchengladbach stehe, sind aus anderen Gründen  unwahrscheinlich. Sollte der Wunsch tatsächlich bestehen, dürfte ein Wechsel an der Höhe der von den 05ern aufgerufenen Ablösesumme scheitern. Okazaki sei in Deutschland schwer vermittelbar, heißt es am Bruchweg. Die ganz großen Klubs der Bundesliga zeigten wenig Interesse am 05-Stürmer, für alle übrigen sei der Japaner alleine von der Ablöse her zu teuer.

Unterdessen sprechen japanische Journalisten davon, dass der FSV Mainz 05 seine Fühler nach einem weiteren japanischen Nationalspieler ausgestreckt haben soll: Yoshinori Muto, 22-jähriger Linksaußen des FC Tokio in der J. League, soll auf Heidels Wunschliste stehen. Ein Mann, der soeben seinen Universitätsabschluss im Fachbereich Wirtschaft gemacht hat, an dem aber laut „BBC“ ebenfalls der FC Chelsea Interesse hat.

Der Außenstürmer mit Zug zum Tor kam 2013 von der Keio University als eine Art Vertragsamateur zum FC Tokio, wurde im ersten Jahr nur einmal eingewechselt, schoss aber in seiner zweiten Saison in 33 Spielen 13 Tore – Ligarekord für einen einheimischen Neueinsteiger. In den bisherigen fünf Spielen der J. League hat Muto bereits vier Treffer erzielt.

Dem Flügelstürmer, der in der Nationalmannschaft häufig zusammen mit Okazaki im Angriff spielt, werden in Japan hervorragende Dribbling-Eigenschaften und ein großer Torhunger bescheinigt.

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