Das 05-Kalenderblatt: 13. und 14. September

Christian Karn. Mainz.
Die nullfünfMixedZone hat wieder in der Vereinschronik gekramt, in den Annalen geblättert und nachgeschaut, welche Jubiläen in diesen Tagen anstehen, was es an Besonderheiten und Ergebnissen gegeben hat, was um diese Jahreszeit so alles bei den 05ern passiert ist. Und ist das so viel Zeug diesmal, dass wir es erstmal bei zwei Tagen belassen. Ganze Generationen haben Geburtstag, bedeutende Spieler auf allen Positionen, langjährige Leistungsträger, unter anderem zwei Mannschaftskapitäne, weitere Steuermänner, der Stammtorwart der alten Regionalliga und mehrere Torjäger.

13. September  

Heute würde Werner Sklorz 90 Jahre alt werden. Der pfeilschnelle Linksaußen stammte vom oberschlesischen Spitzenklub Beuthen 09. Über Schweinfurt und Landau kam er 1951 zu Mainz 05, wo er jedoch nur im ersten Jahr Stammspieler war. In insgesamt 37 Spielen schoss Sklorz zehn Tore für die 05er, außerdem bereitete er mit seinen gefährlichen Flanken einige Treffer des ebenfalls schlesischen Mittelstürmers Horst Lebefromm vor. Nach seiner Erstligakarriere engagierte sich Sklorz im Vorstand der FVgg Mombach 03. Sklorz verstarb am 16. August 2009 im Alter von 81 Jahren.

Vor allem aber ist heute der Geburtstag mehrerer außergewöhnlicher 05-Spieler der 1990er und der frühen 2000er:

Der große Stratege Zeljko Buvac (rechts in der Mauer) wird heute 56 Jahre alt, die Grätschmaschine Guido Schäfer (links in der Mauer) morgen 52 Jahre. Zwischen ihnen von links nach rechts: Holger Greilich, Thomas Zampach, Hendrik Weiß und Vlado Kasalo. Foto: imago.Zeljko Buvac wird 56 Jahre alt. Buvac war ein herausragender Fußballer im offensiven Mittelfeld, trotz seiner Körpergröße von 1,92 Metern immer eine sehr elegante Erscheinung, ein begnadeter Techniker und ein großer Stratege. Der Bosnier war spielintelligent, ruhig am Ball, nicht überragend dynamisch vielleicht, aber mit seinem Überblick der Steuermann seiner Mannschaft, der mit kurzen Pässen Ordnung ins Spiel brachte, auch selbst nachrückte, nicht nur mit seinem ausgezeichneten Kopfball torgefährlich war. Buvac war schon 30 Jahre alt, als er aus Erfurt nach Mainz kam. Bei Borac Banja Luka muss er in jüngeren Jahren noch besser gewesen sein. Sein wichtigstes Tor schoss er am vorletzten Spieltag der Saison 1993/94: Das 1:1 gegen Rot-Weiss Essen in der 89. Minute holte die Mainzer aus dem Abstiegskampf.

Dass Buvac als Trainer Karriere machen würde, war vorhersehbar. Seine Laufbahn an der Seitenlinie begann dort, wo sie auf dem Platz aufgehört hatte, beim hessischen Ober- und Regionalligisten SC Neukirchen. 2001 holte Jürgen Klopp, der vier Monate zuvor Cheftrainer der 05er geworden war, seinen ehemaligen Mitspieler als Co-Trainer zurück an den Bruchweg. Buvac war der perfekte Partner für den eloquenten, mitreißenden Klopp, ein Taktiker alter jugoslawischer Schule, berühmt für die Trainingsformen, die er am Küchentisch entwickelte, immer mit der Fragestellung: Wie bringt man alle Inhalte in spannenden, abwechslungsreichen Übungen unter? Ein Mann für die erste Reihe war der immer etwas scheue Buvac nicht, auch in dieser Beziehung brauchten und ergänzten sich Klopp und Buvac perfekt. "Meistens arbeiten wir telepathisch zusammen", sagte Klopp einst der Frankfurter Allgemeinen, "wir brauchen keine Leitung darüber hinaus." Daher haben beide ihren großen Anteil am Aufstieg der 05er zu einem Bundesligaklub und an der Entwicklung Borussia Dortmunds zum Champions-League-Finalisten. Inzwischen arbeitet auch Buvac für den Liverpool FC.

Das Markenzeichen von Lars Schmidt (links, mit Christian Hock und dem Hannoveraner Gerald Asamoah): Immer eine gewisse Mordlust im Blick. Schmidt wird heute 52 Jahre alt. Foto: imago52 Jahre alt wird Lars Schmidt. Der routinierte Mittelfeldmann war der Königstransfer der 05er in den 1990ern: Vor seinem Wechsel nach Mainz während der Hinrunde der Saison 1995/96 war der bereits 29-Jährige Kapitän des Karlsruher SC mit der Erfahrung von 197 Bundesligaspielen; auch am Bruchweg hatte er bald die Binde am Arm.

Bei der SpVgg Bad Homburg war der Hesse zum Rechtsaußen ausgebildet worden. In Karlsruhe entwickelte er sich zu einem offensivstarken Rechtsverteidiger. In Mainz war Schmidt dagegen fast nichts anderes als der erste klassische Sechser: ein aggressiver, laufstarker, schneller Balleroberer. Schmidt war kein großer Techniker, aber ein Spieler mit einer beachtlichen Kondition; das zentrale Mainzer Mittelfeld mit Bruno Akrapovic an seiner Seite war ein kaum zu knackendes Bollwerk auf gehobenem Zweitliganiveau.

Schmidt war ein Profi in jeglicher Hinsicht. Eine Integrationsfigur in der Mannschaft, einer, der die Leute zusammenhielt, der mit Menschen umgehen konnte, auch mit den Medien. Wie Buvac ein geborener Trainer, anders als dieser aber einer, der, seit er seine Karriere nach 99 Zweitligaspielen für die 05er und anschließend noch 29 Partien für die Offenbacher Kickers nur im hochklassigen Amateurfußball arbeitete.

Helgi Kolvidsson feiert heute seinen 46. Geburtstag.Helgi Kolvidsson wird 46 Jahre alt. Helgi - Kolvidsson (genauer: Kolviðsson) ist kein Nachname, sondern der dem Vornamen untergeordnete Hinweis auf seinen Vater Kolvið - war der Kämpfer bei den 05ern. Technisch solide, sehr laufstark, immer hart am Mann, ein dominanter Spieler. Der furchtlose Isländer kam 1998 von Austria Lustenau nach Mainz und überraschte zunächst mit seinem ausgeprägten österreichischen Akzent. Im ersten Jahr in Mainz war Helgi vor allem ein defensiver Mittelfeldspieler, im zweiten ein Innenverteidiger in der viertbesten Abwehr der Liga. Helgi war ein populärer Spieler bei den 05ern, einer, der sich nie zurückhielt, sein Potenzial immer voll auf den Platz brachte; nach seinem Wechsel zum Bundesliga-Absteiger SSV Ulm 1846 forderten die 05-Fans ihn beim Auswärtsspiel an der Donau mit "Helgi, Helgi, Helgi, komm zurück"-Sprechchören auf, den sich erfolglos gegen den nächsten Abstieg stemmenden neuen Klub wieder zu verlassen. Helgi erhörte sie nicht, wechselte wieder nach Österreich und nach drei Jahren beim FC Kärnten zurück zu seinem ersten Auslandsklub, dem SC Pfullendorf, wo er noch jahrelang Spieler, Kapitän, Trainer war. Schon als Aktiver hatte er immer gezeigt, dass er wusste, wie das Spiel funktionierte. In der zweiten österreichischen Liga war Helgi zumindest in Lustenau ein Erfolgstrainer; auf anderen Stationen funktionierte es nicht immer. Nach der Europameisterschaft wurde Helgi Co-Trainer der isländischen Nationalmannschaft.

Der erste Mainzer in der DFB-A-Nationalelf

Der Überflieger: Manuel Friedrich war nicht nur der erste deutsche A-Nationalspieler der 05er, sondern auch sicherlich der eleganteste und torgefährlichste Fußballer, den es je in einer Mainzer Innenverteidigung gab.Eine der bedeutendsten Figuren des Aufschwungs des FSV Mainz 05 zum Bundesligisten wird heute 38 Jahre alt: Manuel Friedrich, der erste deutsche A-Nationalspieler der 05er, der (einst) teuerste Ver- und Einkauf der Vereinsgeschichte, der wohl beste, eleganteste und nebenbei torgefährlichste Fußballer, den es je in einer Mainzer Innenverteidigung gab, einer der ungewöhnlichsten Fußballer der gesamten Bundesliga. Und der Sohn des Chefs der 05-Jugendabteilung, des ehemaligen Regionalligakickers Hubert Friedrich.

Manuel Friedrich galt immer als ein Universaltalent, hätte es auch in anderen Sportarten sehr weit bringen können. Im Fußball hätte er es beinahe nicht geschafft: Ursprünglich wollten die 05er Friedrich nicht von den B- zu den A-Junioren übernehmen. Anfang 2000 debütierte der Verteidiger in der 2. Bundesliga. Im Herbst machte ihn René Vandereycken zum Stammspieler; die mehr oder weniger einzige gute Entscheidung des sonst in Mainz in jeglicher Hinsicht gescheiterten belgischen Trainers. Zunächst funktionierte das nicht so gut. Vandereycken hielt trotzdem stur an Friedrich fest, seine Nachfolger Eckhart Krautzun und Jürgen Klopp dagegen zogen immer wieder andere Spieler vor. Bis zur Saison 2001/02.

Die begann ohne Friedrich. Erst im dritten Spiel saß dieser erstmals auf der Bank, im vierten wurde er spät eingewechselt, ab dem fünften verpasste er nur noch elf Saisonminuten. Diese Saison war der Durchbruch eines alles überragenden Zweitligaspielers. Friedrich war nicht nur ein stellungssicherer, zweikampf- und kopfballstarker Verteidiger, sondern gleichzeitig der Mainzer Spielmacher, der bei jeder Gelegenheit im Mittelfeld oder noch weiter vorne auftauchte, acht Saisontore schoss, die wenigsten durch Standards. Selbstverständlich war Friedrich nach jenem Jahr nicht zu halten; Werder Bremen verpflichtete ihn für fünf Millionen Mark, für damalige Mainzer Verhältnisse unglaublich viel Geld.

Und aus Bremer Sicht eine totale Fehlinvestition. Wofür niemand etwas konnte, auch Friedrich nicht: Noch in der Saisonvorbereitung riss er sich das Kreuzband. Ein halbes Jahr später bei den ersten Comeback-Versuchen im Training wieder, diesmal im anderen Knie. Nach insgesamt einjähriger Pause arbeitete er sich im Regionalligateam wieder heran, in der Bundesliga spielte er nur eine Viertelstunde für Werder. Das hing auch mit einem Interview im Kicker zusammen, in dem Friedrich bekannte, sich gar nicht so sehr für Fußball zu interessieren - in seiner Freizeit war der Verteidiger eher ein Technikfreak, saß lieber am Computer als vor der Champions-League-Übertragung. Sein Trainer Thomas Schaaf fand das etwas zu seltsam.

Eine legendäre Szene beim 5:0 gegen den SC Freiburg: Winfried Sanou war schon am Torwart vorbei, aber von hinten kam Friedrich angesprintet und bekam den Ball noch von der Linie. Fotos: imagoDadurch konnten die 05er ihren Topspieler im Winter 2003/04 nach Mainz zurückholen, zunächst auf Leihbasis, später wiederum für eine Rekordablöse von 1,4 Millionen Euro fest verpflichten. Friedrich war natürlich sofort Stammspieler, auch sofort wieder Torschütze. In den 119 Spielen bis zum Saisonende 2006/07 stand er nur dreimal nicht in der Startelf, einmal wegen Gelbsperre, einmal wegen einer leichten Verletzung.

Die letzte Saison in Mainz war allerdings nicht mehr gut. Anfang 2006 wurde Friedrich Nationalspieler, wurde aber - wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers, wie sich erst anschließend herausstellte - nicht zur WM eingeladen. Friedrich fand lange nicht zur gewohnten Form zurück, stürzte Anfang 2007 in eine tiefe sportliche Krise, verlor dadurch auch nach nur neun Länderspielen (und einem Tor beim 13:0 gegen San Marino) seinen Platz im Nationalkader. Nach dem Abstieg der 05er wechselte Friedrich zu Bayer Leverkusen, wo er sechs Jahre lang nicht immer Stammspieler war. 2013/14 holte Jürgen Klopp den gerade vereinslosen Friedrich als Notnagel zu Borussia Dortmund, nach jener Saison beendete der Verteidiger nach 80 Zweitligaspielen (12 Toren), alle für die 05er, und 258 Erstligaspielen (16 Toren), 99 (4) für Mainz, seine Bundesligakarriere. Das letzte Kapitel der Karriere eines bemerkenswerten Fußballers fand im Herbst 2014 in der indischen Profiliga statt - was für Friedrich aber kein verzweifelter Versuch war, noch irgendwie an Geld zu kommen, sondern ein lange vorher anmoderiertes Abenteuer.

Ergebnisse am 13. September  

1925: FSV Mainz 05 - FV Saarbrücken 4:1  
1931: 1. FC Langen - FSV Mainz 05 2:1  
1936: FSV Mainz 05 - SV Flörsheim 1:2  
1953: VfR Kirn - FSV Mainz 05 1:2  
1959: FSV Mainz 05 - Phönix Ludwigshafen 0:2  
1964: FSV Mainz 05 - Südwest Ludwigshafen 1:2  
1975: VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 0:2  
1987: SC Birkenfeld - FSV Mainz 05 3:1  
1996: FSV Mainz 05 - VfB Oldenburg 3:0  
1998: SpVgg Unterhaching - FSV Mainz 05 1:0  
2014: Hertha BSC - FSV Mainz 05 1:3  
2015: FC Schalke 04 - FSV Mainz 05 2:1
 

14. September  

Die erfolgreiche 05-Mannschaft der Saison 1965/66. In der Mitte im schwarzen Torwarttrikot: Kurt Planitzer, der am Donnerstag 81 Jahre alt wird. Ganz rechts der am Samstag vor zwei Jahren verstorbene Kapitän Günther Dutiné.Morgen wird der langjährige 05-Torwart Kurt Planitzer 81 Jahre alt. Um die Verpflichtung des Kastelers, der auf der anderen Rheinseite lange im Feld gespielt hatte, ranken sich wüste Geschichten; die Delegation der 05er, die ihn zu Verhandlungen aufsuchen wollte, habe ihn auf dem Weg zu seiner Wohnung vor dem Zigarettenladen angetroffen und kurzerhand mitgenommen, so will es die Legende, und seine Frau habe ihn Stunden später als vermisst gemeldet. Ob's stimmt oder nicht - in seinem ersten Jahr auf der linken Rheinseite, der Saison 1963/64, war der 26-jährige Planitzer die meiste Zeit nur die Nummer 2 hinter dem 19-jährigen 05-Nachwuchstorwart Dieter Rauch. Erst im März setzte sich der erfahrenere Mann durch; Rauch verließ ein nach einem Jahr als Reservetorwart die 05er und setzte seine lange Regionalligakarriere in Weisenau und Ludwigshafen fort.

Und Kurt Planitzer war fortan unumstritten. Von Ende März 1964 bis Ende Oktober 1969 verpasste er kein einziges Spiel, musste lediglich dreimal wegen leichter Verletzungen ausgewechselt werden. Das Ende von Planitzers Regionalligakarriere begann mit einem 2:2 gegen Saar 05 Saarbrücken. Der strenge Trainer Erich Gehbauer nahm den Torwart nach dem 1:2 vom Platz, weil er ihm die Schuld an beiden Gegentoren gab. Klaus Mank, den die 05er zum Nachfolger des inzwischen 33-jährigen Planitzer aufbauen wollten, war aber nach einer Operation im Sommer noch nicht fit, so dass der alte Ersatztorwart Peter Lemanik für ein paar Spiele übernahm, auch nicht sicherer wirkte und zur Halbzeit seiner dritten Partie als Stammkeeper ebenfalls wegen eines Gegentors wieder Planitzer weichen musste. Der blieb bis zum fünftletzten Spiel im Tor, dann erst übernahm Mank für die restliche Saison. Und im Sommer trennten sich die 05er von allen Torhütern; weiter ging es mit den jungen Toptalenten Wolfgang Kneib und Wolfgang Orben. Sein größtes Kunststück vollbrachte Kurt Planitzer am 8. Mai 1965: In der 18. Minute schoss der Torwart einen Abschlag zur Mainzer Führung ins gegnerische Tor. Die 05er verloren allerdings 1:4.

Das Gegenteil des Musterprofis wird morgen 53 Jahre alt: Guido Schäfer. Der Rüsselsheimer war zunächst ein Rechtsaußen, als er 1981 aus der 05-Jugend ins Oberligateam kam, dabei allerdings nie ein ganz großer Torjäger, kurzzeitig auch ein sehr talentierter Spielmacher, bis er im Oktober 1985 wegen zu viel merkwürdigen Benehmens hochkant rausflog. Schäfer war nämlich nicht nur Fußballer, sondern immer auch ein (Alt-)stadtbekannter Lebemann. Nach drei Jahren holten ihn 05er als Rechtsverteidiger zurück; in Bad Kreuznach und Bielefeld hatte sich Schäfer zu einer gnadenlosen Grätschmaschine für alle Defensivpositionen entwickelt. In 177 Zweitligaspielen für die 05er sammelte Schäfer sieben Platzverweise. Seine fußballerischen Fähigkeiten hatte er nicht verloren. Mit seinem wahnsinnigen Kampfgeist und seiner Offensivstärke hätte er das Potenzial für mehr gehabt. Inzwischen ist Schäfer Sportjournalist in Leipzig.

Gustav Policella wird am Mittwoch 41 Jahre alt.42 Jahre alt wird ein Torjäger, der zu spät geboren wurde, ein klassischer Mittelstürmer mit Gerd-Müller-Figur, auch in gewisser Weise mit dessen Spielweise, nicht auf dessen Niveau allerdings, und in einer Zeit, in der es diesen Stürmertyp nicht mehr geben sollte: Gustav Policella. Der Pfälzer war in seiner Jugend ein beeindruckender Knipser, ein bulliger, robuster, körperlich präsenter Mittelstürmer, ein Wühler im Strafraum. Policella wollte Tore machen, mit dem Kopf, am Boden, im Stehen und liegen. Den richtigen Durchbruch schaffte er nicht. Die 05er holten Policella 1996 aus Trier, setzten ihn zunächst kaum ein, verliehen ihn 1997/98 nach Lübeck und Oberhausen. Nach seiner Rückkehr war er ein Stürmer auf gutem Zweitliganiveau. 1998/99 schoss er elf Tore, in der Hinrunde 1999/00 ebenfalls - davon abgesehen trug er zum Spiel jedoch nicht viel bei. Bereits in der Rückrunde 1999/00 traf er nur noch zweimal; wahrscheinlich verkauften die 05er ihn im richtigen Moment: Wolfgang Frank holte Policella kurz nach der Sommerpause 2000 nach Duisburg, wo er ebensowenig Torjäger war wie 2002/03 in Fürth.

Und 30 Jahre alt wird ein neuer Mainzer Torjäger, der seine beeindruckende Trefferquote in der Regionalliga schon bei zwei weiteren Vereinen unter Beweis gestellt hat: Der Münchner Karl-Heinz Lappe hatte lediglich in der 2. Bundesliga beim FC Ingolstadt 04 keinen großen Erfolg, traf für die Ingolstädter in der 4. Liga in 56 Spielen 43 Mal, für die U23 von Bayern München in 59 Spielen 28 Mal, für die U23 der 05er bislang in acht Spielen fünfmal.

Ergebnisse am 14. September  

1930: FSV Mainz 05 - Viktoria Urberach 5:2  
1952: TuRa Ludwigshafen - FSV Mainz 05 2:2  
1958: 1. FC Saarbrücken - FSV Mainz 05 4:2  
1969: FSV Mainz 05 - TuS Neuendorf 3:3  
1986: Hassia Bingen - FSV Mainz 05 2:3  
1988: FSV Mainz 05 - Offenbacher Kickers 3:1  
1994: MSV Duisburg - FSV Mainz 05 0:2 (DFB-Pokal)
1997: Fortuna Köln - FSV Mainz 05 2:1  
2001: Rot-Weiß Oberhausen - FSV Mainz 05 1:3  
2008: Hansa Rostock - FSV Mainz 05 2:2  
2013: FSV Mainz 05 - FC Schalke 04 0:1  

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